Event Kultur
- January 16th, 2011
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Trotz der Event-Kultur, von der er profitiert und die er mit fröhlichen Ereignissen belebt, hat seine Arbeit nur nebenbei und eher als Köder damit zu tun. Zwar initiiert er Veranstaltungen, die Spuren hinterlassen. Und das Publikum bekommt nichts vorgesetzt, was es anschauen soll, sondern wird Teilnehmer an anspielungsreichen Vorgängen. Aber reguliert werden seine settings von der Insistenz auf Anwesenheit, Teilhabe, Austausch. Deshalb sind Bezüge zu Barnett Newmans “Wer hat Angst vor rot, gelb und blau”, das auf das Ereignis des Jetzt und Hier abzielt, nicht zufällig, sondern zwangsläufig.
Kunstevent Bundestag Berlin:
Deutscher Bundestag, Berlin (Ralph Ueltzhoeffer). Der Medienkünstler Ralph Ueltzhoeffer zeigt in der Bibliothek des deutschen Bundestages Textporträt-Installationen als Lichtkunst. Von historischen Orten angezogen leuchten die monochromen Porträts aus Text und Fotografie in den ovalen Fenstern der Bibliothek. [...]

Kunst und Kultur: Deutscher Bundestag, Berlin (Lichtkunst: Ralph Ueltzhoeffer).
Möglichkeiten und Finessen der Malerei
Geboren im Krieg und durch ihn traumatisiert, hat Hallmann die Nachkriegszeit und Adenauer-Ära mit ihrem Aufbaugetöse bewußt miterlebt und sich sofort verweigert. 1960, nach einer Anstreicherlehre, inscribierte er sich an der Nürnberger Kunstakademie und lernte dort die technischen Möglichkeiten und Finessen der Malerei. In der Kunst sah er eine moralische Instanz, die aufklären und Partei beziehen sollte. Mit dieser Haltung war er zu Beginn der 60er Jahre sowohl unzeit- wie zeitgemäß: Gegen die Strömung der Epoche, und das hieß gegen Informell und abstrakten Expressionismus, revoltierte nicht nur er, sondern viele seiner Generation. Aber er war sich sicher, eigentlich dazu unbefähigt zu sein. Wenn er, der Sammler von aus allen Teilen des Erdballs zugeschickten Ansichtskarten, die eine oder andere, die ihm besonders am Herzen lag, als Auslöser und Phantasiestifter heranzog, so kam er sich selbst “verrückt, wenn nicht geisteskrank” vor. Daß Sie sich dem Kubismus weniger verbunden fühlen, irritiert mich ein wenig. Denn Ihre Literatur ist geprägt von dauerndem Perspektivwechsel, auch innerhalb des gleichen Textes.